030 40574900 hp@heikehessler.de

Aktuell ist Cannabis eine viel diskutierte Heilpflanze: die einen wollen eine Legalisierung des Rauschmittels, die Anderen sind strikten Gegner. Mittlerweile ist es aber medizinisch anerkannt und kann unter bestimmten Bedingungen sogar auf Rezept erhalten werden.

Cannabis als Rauschmittel

All jenen, die gerne mal Cannabis zur Entspannung oder  sogar regelmäßig konsumieren, sollte bewusst sein, dass der Gebrauch auch Gefahren birgt. Das Konsumieren über längere Zeit führt zu Veränderungen im Kleinhirn, so wird z.B. die Dopaminproduktion gestört, in der Folge kommt es u.a. zu Antriebslosigkeit. In meiner Praxis berichteten mir Patienten, die längere Zeit Cannabis konsumiert haben, dass nach der anfänglichen euphorischen Stimmung eine Phase folgte, die sozialen Rückzug zur Folge hatte und sogar zu aggressiven Verhalten geführt hat, weil Sozialverhalten und Psyche sich verändert haben.

Desweiteren konnte ich wiederholt beobachten, dass Therapien bei all denen, die regelmäßig Cannabis konsumieren, weniger erfolgreich sind. Manchmal bleibt jeglicher Therapieerfolg aus. Ich vermute, dass liegt an der regelmäßigen Zuführung von Noxen, die zum einem stofflich im Körper und Nervensystem wirken zum anderen aber auch den feinen, nichtstofflichen Energiefluss im Körper beeinträchtigen. Deshalb rate ich vom Gebrauch von Cannabis als Rausch- und Partydroge ab.

Cannabis zur Heilung?

MarijuanaAus medizinischer Sicht ist aber der Einsatz von Cannabis durchaus sinnvoll. Die hier verwendeten Substanzen unterscheiden sich aber entscheidend von dem käuflichen Rauschmittel: das medizinsichen Cannabis enthält (fast) kein THC und hat weder eine psychaktive Wirkung noch verursacht es Rauschzustände. Nach heutigem Stand der Wissenschaft, führt die Einnahme von Cannabiol zu keiner physischen oder psychischen Abhängigkeit und auch schädigende Effekte auf Magen-Darm-Trakt und Nieren blieben aus.  Ich setze deshalb manchmal Cannabiol (aufbereitetes Cannabis, dem THC entzogen wurde) ein. Besonders positive Erfahrungen habe ich gemacht bei:

Schmerzerkrankungen

Schmerzen werden über sogenannte Schmerzrezeptoren an das Gehirn gemeldet. Cannabiol bewirkt eine starke „Abstumpfung“ der Schmerzrezeptoren, ohne jedoch das Gewebe zu reizen. Diese starke Wirkung wurde sogar für schwierig zu behandelnden, neuropathischen Schmerz in wissenschaftlichen Studien belegt [Gilron et al., CMAJ 2006).

Appetit anregen

Studienergebnisse mit Krebs- und AIDS-Patienten lassen die Schlußfolgerung zu, dass Cannabiol positive Effekte gegen Überlkeit und Gewichtsverlust hat und sogar appetitanregend ist. ([Parker et al., Br J Pharmacol . 2013, Mechoulam et al., J. Clin. Pharmacol. 2002]).

Entzündungshemmend

Im Cannabiol enthaltene Antioxitantien wirken entzündungshemmend [Booze, Free Radic Biol Med . 2011] und haben auch zellschützendes Potential bei oxidativen Stress (Ischämien) [Gonka et al., J Cardiovasc Pharmacol Ther. 2015, Pazos et al.,
Neuropharmacology. 2013].

 

          Sie wünschen weitergehende Beratung oder einen Termin?

          Treten Sie mit uns in Verbindung.