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Körpergedächtnis – ein wichtiger Schlüssel zu unserer Gesundheit. Lesen Sie heute mehr über therapeutischen Berühren, wieso es so unterstützend ja sogar entscheidend bei inneren Gesundungsprozessen sein kann.

Der Körper als schützendes Versteck unserer Seele!

Lange Zeit galt intensive Berührung als heikel. Dabei kann einfühlsame, sanft und doch tiefgehende Berührung so viel in uns anstoßen. Mittlerweile ist es wissenschaftlich anerkannt, dass der Körper (negative) Erinnerungen wie belastendes Material in unserem Körper gespeichert werden. Der Körper dient als immenser Gedächtnisspeicher für Erlebnisse, für Liebkosungen wie für Angriffe, für Gelungen wie für schmerzlich Misslungenes. Vergangene Interaktionen wirken im JETZT. Manchmal ist es uns bewusst – meist aber im unbewussten Teil unseres Nervensystem (auch unwillkürliches oder vegatives Nervensystem genannt). Dieser unbewusste Teil unseres Nervensystem steuert aber auch all unsere Organfunktionen, Hormon- und Enzymausschüttung und unsere spontanen Reaktionen, Ängste, Glücksempfinden. So kann der Körper schnell zum Saboteur unseres Lebens werden, wenn sich zu viele unverarbeitete Erinnerung in ihm versteckt haben.

Deshalb kann therapeutische Berührung und spürendes Bewegen ein wichtiger Bestandteil der Therapie sein.

Rosen-Methode Körperarbeit und Movement

Marion Rosen, Begründerin dieser wunderbare Arbeit, hat die wichtigsten Komponenten der therapeutischen Berührung und der spürenden Bewegung entwickelt und in Seminaren weitergegeben. Ich hatte das Glück an einem Ihrer letzten Seminare in Monteray (Kalifornien) teilzunehmen. So konnte ich direkt mit erleben, mit welcher Einfachheit und Bescheidenheit sie den Menschen begegnet, sie berührt und auch ihre Freude an der spürenden Bewegung des Rosen-Movement.

Therapeutische Berührung muss angemessen sein

Was bedeutet das?

Keine Therapeutin, kein Therapeut wird perfekt sein. Jeder hat sein kleines Päckchen zu tragen.Wichtig ist die Grundhaltung der TherapeutIn und dass dieser/diesem die eigene Fehlbarkeit bewusst ist. Körpertherapeutinnen und -therapeuten dürfen mit ihrer Arbeit und bei der Begleitung von KlientInnen nicht eigene Bedürfnisse kompensieren, Aggressionen oder gar symbiotische Verhalten in eine Therapiestunde hineintragen. Das eigene innere Kind sollte soweit „geheilt“ bzw. bekannt sein, dass dieses während einer Therapiestunde ausgeschlossen bleibt.