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Kann man Demenz vorbeugen?

Die Angst vor Demenz ist mittlerweile wohl genauso groß, wie einst die Angst vor Krebs. Wie bei Krebs kann man auch Demenz bis zu einem gewissen Grad vorbeugen und die Gehirnleistung positiv beeinflussen. Zum einheitlichen Verständnis hier eine grobe Einteilung der verschiedenen Demenzformen:

1. Alzheimer

geht einher mit Veränderungen im Gehirn, in Form von Eiweißablagerungen und ist bis heute nicht vollständig geklärt. Amerikanische Studien belegen, dass Ablagerungen im Gehirn nicht zwangsläufig zur Alzheimer-Demenz führen.

2.vaskulärer Demenz

hervorgerufen durch Absterben von Gehirnzellen meist durch verminderte Durchblutung und Nährstoffversorgung des Gehirns.

3. Sekundäre Demenz

Folge einer anderen Erkrankungen wie Hirntumor, Parkinson, Vitaminmangelzuständen, Stoffwechselerkrankungen, Vergiftungen, Medikamenten- /Drogenmissbrauch. Oft tritt Besserung oder Heilung ein, wenn die ursprüngliche Erkrankung überstanden und der Körper sich ausreichend regeneriert hat.

Was können Sie vorbeugend tun?

Zur Vorbeugung bzw. Verlangsamung des Krankheitsverlauf haben sich unter anderem nachweislich bewährt:

  • regelmäßige und moderate Bewegungen wie (Tango) tanzen, rhythmische Gymnastik
  • pflegen von sozialen Kontakten,
  • Schach spielen, musizieren, Sprache lernen
  • Heilpflanze: Lavendel
  • reichlich Trinken
  • Hauptnahrungsmittel des Gehirns ist Glucose, deshalb sind Kohlenhydrate wichtig.

Warum Bewegung vor Demenz schützt?

Studien haben ergeben, dass rhythmische Bewegungen wie Tanzen – besonders Tango tanzen – vor Demenz schützen. Die einfachen Bewegungen trainieren die Koordination, regen den Kreislauf an ohne Leistungsstress zu erzeugen. Das Gehirn wird besser durchblutet und mit Nährstoffen versorgt. Die Gefäßelastizität wird verbessert, was Arteriosklerose entgegenwirkt. Im Gehirn werden durch Bewegung gleichzeitig die Areale, die für das Fühlen und das Denken zuständig sind, angeregt.

Hinzukommt auch der soziale Aspekt: Kontakt mit anderen Menschen bringt neue Themen und Sichtweisen in Ihr Leben.

Was fördern soziale Kontakt?

Wenn wir uns mit anderen austauschen, teilen wir nicht nur Informationen mit. Wir nehmen im Gespräch gleichzeitig Stimme, Tonfall, Mimik und Gestik wahr. Zusätzlich erleben wir bewusst oder unbewusst eine Vielfalt von Emotionen. Soziale Aktivität fordert unser Sprachvermögen, unser Kurzzeitgedächtnis, unsere Sinne und unser Gefühlszentrum. Unser Gehirn läuft sozusagen auf Hochtouren. Lernpsychologisch wird das Gehirn gefordert, neuronale Verknüpfung zu bilden. Damit diese Wahrnehmungs- und Denkprozesse schneller ablaufen können, schütten die Nervenzellen vermehrt Botenstoffe aus, mit denen sie Informationen aneinander weitergeben. Dieses Gehirntraining ist eine hervorragende Demenzprävention!

Schach spielen, musizieren, Sprache erlernen…

Die außergewöhnlichen Gedächtnisleistungen die Schachspielen, Erlernen einer Fremdsprache oder eines Instruments dem Gehirn abverlangen, ist der perfekte Sport, um das Gehirn auf Trab zu halten. Bei diesen Tätigkeiten werden neuronale Verbindungen geknüpft oder aktiviert. Das Gehirn bleibt geschmeidig und im Lerntraining. Oft wird auch Kreuzworträtsel empfohlen. Das halte ich bedingt für förderlich, da vor allem bestehende neuronale Verknüpfungen abgerufen und wenig neue geschaffen werden. Sudoku fördert das Gehirn mehr. Wenn Sie am Kreuzworträtsel aber Freude haben, dann lassen Sie sich diese nicht durch meinen Einwand nehmen.

Heilpflanze Lavendel

Haben wir unser Gehirn gefordert, braucht es Ruhe. Lavendel fördert Entspannung und erholsamen Schlaf. Der Geruch von Lavendel verbessert das Kurzzeitgedächtnis und sorgt für innerliche Klarheit.

Trinken

ist ein häufig unterschätzter Punkt. Trinken muss zeitig gelernt werden, da im Alter das Trinkbedürfnis häufig nachlässt. Deshalb ist es wichtig, schon in jungen Jahren reichlich – das sind mindestens 2 Liter/Tag – zu trinken, so dass daraus eine Gewohnheit wird. Trinken macht das „Blut dünner“, dadurch kommt es besser in die feinen Äderchen und kann das Gehirn ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen aber auch Gift- und Stoffwechselendprodukte abtransportieren. Befinden sich sog. Schlacken im Gewebe und an den Zellrezeptoren ist kein Platz für Mineralien, Vitamine, Hormone, die die Zellen für ihre Arbeit aber brauchen. Die Entgiftung geht über die Niere. Damit die Nieren genügend ausscheiden können, muss genug Flüssigkeit im Körper vorhanden sein. Und ein letzter Punkt ist; wenn im Alter die Blasenfunktion nachlässt wird auch aus Scham weniger getrunken. Hier ist Beckenbodengymnastik der bessere Weg. Lassen Sie sich die wenigen, einfachen aber effektiven Übungen zeigen.

Meine Empfehlung um Demenz vorzubeugen!

Haben Sie viel Spaß bei dem, was Sie tun; Lebensfreude schützt vor allem Negativen in Ihrem Leben. Gewöhnen Sie sich schon zeitig an, jeden Tag zwei Liter Wasser oder Tee zu trinken. Verbinden Sie Verabredungen mit Freunden oder Bekannten mit einem Spaziergang und anschließendem Teeritual – jeder mindestens ½ Liter . Bleiben Sie offen für Neues – es muss nicht Schach sein: nachweislich gut sind: regelmäßig neue Orte erkunden; ein unbekanntes Musikstück hören; Klavier-, Trommel-, Maloder einen anderen Kreativkurse an der Volkshochschule besuchen. Ein Lavendelsträußchen im Schlafzimmer oder ein Tropfen Lavendelöl aufs Nachthemd. Keine Panik, wenn Ihr Gehirn doch anfängt weniger zu leisten. Das kann viele Gründe haben. Ich berate Sie gerne!