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Aderlass

Die positive Wirkung des Aderlass bei Bluthochdruck konnte in Studien zum Beispiel an der Charite dokumentiert werden. Aber auch bei anderen Erkrankungen kann er sehr sinnvoll, denn er gehört zu den tiefgreifenden Umstimmungsmethoden oder reizauslösenden Therapien der Naturheilkunde. Unser menschliches System hat für Fälle von Blutverlust „Notfallmechanismen“ im unbewussten Teil unseres Nervensystems abgespeichert, die auch bei einem Aderlass sofort anspringen. Der Körper versucht sofort, den Volumenverlust auszugleichen. Aus Zwischenräumen in unserem Körper (Interstitium) fließt Blutflüssigkeit nach, die im allgemeinen eiweißarm ist. Dadurch wird die Zusammensetzung des Blutes verändert: Hämatokrit sinkt, die Fließeigenschaft wird verbessert, die Verformbarkeit der Erythrozyten erhöht sich. Durch diese positiv beeinflusste, erhöht sich das Herzzeitvolumen erhöht  und die Durchblutung im gesamten Organismus steigert sich. Aderlass hat auch ausleitende Eigenschaften, denn es werden auch schädigenden Stoffen ausgeleitet, die zum Beispiel durch Entzündungen, Schmerzen, eiweißreicher Ernährung, oder bei Gewebsübersäuerung entstanden sind. Dadurch wird der Organsimus bei anti-entzündlichen Geschehen unterstützt. Übersäuertes Gewebe ist häufig Ursache für Schmerzen und hohen Muskel- bzw. Faszientonus. Wird die Übersäuerung „ausgeleitet“ hat das auch positive Auswirkungen auf Schmerzempfindlichkeit und Tonus.

Der Aderlass ist ein in der Antike entwickeltes, heute  bei wenigen Indikationen wieder eingesetztes, medizinisches Heilverfahren,

Dass man den Aderlass vernachlässigt, ja vergessen hat, gehört zu den betrüblichsten Erkenntnissen eines Arztes, der die Geschichte der Heilkunst studiert. Besonders aber für denjenigen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Methoden der Heilung anzuwenden, bevor er zu Medikamenten greift. Es ist nämlich seltsam, dass der einfache Aderlass gerade dort hilft, wo man heute schwere und schwerste Arzneien einsetzen zu müssen glaubt. Zitat aus der Aschner-Fibel, Haug, 13. Auflage 1996, Seite 57, 1. Absatz.

 

Aderlass in meiner Praxis

 

In meiner Praxis biete ich zwei verschiedene Methoden des Aderlasses an. kleiner (sanfter) Aderlass Dieser wirkt eher als Reiztherapie und aktiviert den gesamten Organismus sowie die Immunabwehr. Es werden 50 – 80 ml Blut abgeleitet. Dadurch wird eine sanfte aber tiefgreifende Umstimmung gesetzt. Nach punktieren einer Vene läuft über die Kanüle und einen Schlauch das Blut in ein Gefäß. Nach 3 – 20 Minuten, in seltenen Fällen länger, kommt kein Blut mehr. Der kleine Aderlass eignet sich bei Risikofaktoren, die durch Bluthochdruck und Fettstoffwechsel vorliegen, bei Rheuma- und Hauterkrankungen. Bei Patienten die das erste Mal zu mir kommen bzw. sehr schlank sind, ist die sanfte Form geeignet. Großer (Volumen-)Aderlass  Bei dieser tiefgreifenden Umstimmungsmethode werden bis zu 300 ml Blut in eine Vakuumflasche abgeleitet. Der Volumen-Aderlass eignet sich bei Fettstoffwechselerkrankungen, „dicken“ Blut, Blutstauungen, Bluthochdruck, Kopfschmerz und ist bei übergewichtigen  Personen zu bevorzugen. Auf Grund des größeren Blutverlustes, muss während der Blutentnahme der Puls und Blutdruck kontrolliert, nachgeruht und mindestens 400 ml Flüssigkeit getrunken werden. Das Blut kann nur von gesunden Venen entnommen werden. Krampfadern (fälschlicherweise werden diese Venen  Krampfader genannt) sind ungeeignet für die Venenpunktionen. Kosten: ca. 30,00 Euro

 

 

 

 wissenschaftlich untersucht und die positive Wirkung belegt bei

  • Bluthochdruck

 

Einsatz nach Aschner

  • Kopfschmerz
  • Schwindel
  • Schweißausbrüchen
  • Blutkrankheiten wie Eisenspeicherkrankheit
  • Schlaflosigkeit
  • häufigem Nasenbluten
  • Kurzatmigkeit
  • Asthma
  • einige Formen des Rheumas
  • Neigung zu Entzündungen der inneren Organe
  • Rippenfellentzündung
  • Hämorrhoiden
  • Venenerweitungen (Krampfadern)
  • Neigung zu Schlaganfall und Herzinfarkt
  • Stoffwechselverbesserung
  • Entgiftung
  • Polycythaemia vera
  • Polyglobuli

Kontraindikationen sind

  • Blutarmut
  • Durchfall
  • Infektionen
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Herzrhythmusstörungen
  • allgemeine körperliche Schwäche
  • Schwangerschaft
  • dehydrierten Patienten oder
  • Einnahme von Wassertabletten (Diuretika)

 

Historie des Aderlasses

Der österreichische Arzt und Medizinhistoriker lebte von von 1883 bis 1960. Bereits vor ihm hat Hildegard von Bingen (1098 – 1179) den Nutzen des Aderlass dokumentiert. Aschner hat zweifelslos die Methode des Aderlasses mit seinen damals aktuellen wissenschaftlichen Kenntnissen bereichert und aufgewertet.

Auch Goethes Leibarzt Hufeland (nach ihm ist das Hufeland – Abrechnungsverzeichnis für naturheilkundliche Verfahren benannt, welches sowohl naturheilkundlichen Ärzten als auch Heilpraktikern zur Abrechnung dient) beschrieb den Aderlass als eine der wichtigsten, wenn auch nicht unumstrittenen, medizinischen Standardtherapieformen zur Ausleitung schädlicher oder zu viel vorhandener Körpersäfte auf der Grundlage entsprechend der antiken Säftelehre. Eine ähnliche Aussage ist bei Hippokrates zu finden.

Vor allem die dokumentierten Erfahrungen und das Wissen von Aschner hat auch in meiner Arbeit eine wesentlich Bedeutung.

 

Aderlass heute

Denn der Aderlass wird wieder aktuell.  So konnte zum Beispiel an der Charite in einer Studie nachgewiesen werden, dass der Aderlass bei Bluthochdruck hilft. In der Naturheilkunde hat der Aderlass als eine Form der Ausleitungstherapie zwar auch an Bedeutung verloren, wird aber noch von Heilpraktikern und naturheilkundlich arbeitenden Ärzten angeboten. Im Internet sind in Mediatheken verschiedener Fernsehsender und auf Youtube Intervies mit Prof. Michalsen aufgezeichnet, in denen er über die Bedeutung des Aderlasses spricht. Dieser gewinnt dank Prof. Michalsen wieder an Bedeutung. In  seinem Buch „Heilen mit der Kraft der Natur“ beschreibt er es am Beispiel „zu viel Eisen im Blut“.

Foto: 773546_web_R_B_by_Igor Myroshnichenko _GoldstadtTV_pixelio

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