Ein untrennbares Zusammenspiel

Muskelverspannungen sind ein weit verbreitetes Problem und betreffen viele Menschen. Diese können von einseitiger Belastung und vielem Sitzen kommen. Doch was Sie vielleicht noch nicht wissen, ist, dass diese Verspannungen oft nicht nur körperliche, sondern auch emotionale Ursachen haben. In diesem Artikel möchte ich an Beispielen mögliche Zusammenhänge von Muskelverspannung und Emotionen beleuchten und auch aufzeigen, wie unsere Gefühle physische Reaktionen in unserem Körper hervorrufen können.

Halsmuskeln: Emotionen unterdrücken

Unsere Halsmuskeln spielen eine entscheidende Rolle beim Ausdruck von Emotionen wie Weinen und Sprechen. Wenn wir versuchen, diese Gefühle zu unterdrücken, ziehen wir unbewusst unsere Halsmuskeln zusammen. Dies führt zu Verspannungen, die auf Dauer zu Schmerzen und Unbehagen führen können. Die Anspannung im Hals ist oft ein Zeichen dafür, dass wir etwas zurückhalten, was wir eigentlich ausdrücken möchten, sei es durch Worte oder Tränen.

Zwerchfell: Sitz der Angst

Das Zwerchfell ist ein großer Muskel, der eine zentrale Rolle bei der Atmung spielt. Es ist der einzige Muskel in unserem Körper, den wir sowohl bewusst als auch unbewusst ansteuern können. Deshalb hat Marion Rosen das Zwerchfell auch die Grenze des Bewusstseins zum Unbewussten genannt. Das Zwerchfell ist eng mit unseren Emotionen verbunden, insbesondere mit Angst, Traurigkeit und Furcht. Wenn wir gestresst oder ängstlich sind, neigen wir dazu, flacher zu atmen und das Zwerchfell anzuspannen. Stellen Sie sich vor, Sie bekommen gerade einen riesigen Schreck und spüren dabei zum Zwerchfell. Passiert uns eine derartige Anspannung oft, kann es dazu führen, dass wir das Zwerchfell nicht mehr richtig entspannen können. Unsere Atmung wird flach und schnell. Langfristige Zwerchfellverspannungen können zu Atemproblemen führen und unser ganzes Wohlbefinden beeinträchtigen.

Zwischen den Schulterblättern: Freiheit einschränken

Die Muskeln zwischen den Schulterblättern sind oft angespannt, wenn wir uns in unserer Freiheit eingeschränkt fühlen oder das Gefühl haben, nicht das tun zu können, was wir gerne tun würden. Diese Verspannungen sind häufig bei Menschen zu finden, die sich in ihrem Alltag oder in ihren Beziehungen gefangen fühlen. Die körperliche Enge zwischen den Schulterblättern symbolisiert oft eine emotionale Enge und das Bedürfnis nach mehr Freiraum und Selbstbestimmung.

Emotionen und körperliches Wohlbefinden

Es ist wichtig zu erkennen, dass unsere Emotionen einen direkten Einfluss auf unseren körperlichen Zustand haben. Muskelverspannungen sind oft ein Spiegelbild unserer inneren Gefühlswelt. Indem wir uns unserer Emotionen bewusst werden und lernen, sie gesund auszudrücken, können wir auch körperliche Verspannungen lösen.

Körperarbeit nach Marion Rosen, aber auch Yoga, Meditation und gezielte Atemübungen können dabei helfen, sowohl körperliche als auch emotionale Spannungen zu reduzieren. Außerdem kann eine professionelle, nicht-wollende Berührung den Körper dabei unterstützen, Verspannungen zu lösen und uns zu einem besseren Körpergefühl verhelfen.

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