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Eine Regulation des Säure-Basen-Haushalts bedeutet, dass sowohl Basen als auch Säuren in einem optimalen Gleichgewicht sind. Unser Körper braucht Säuren. Es ist falsch, den Körper in einen basischen Zustand bringen zu müssen. Leider wird so etwas immer wieder behauptet besonders im Zusammenhang mit Urin-Kontrollen.

Die Regulation des  Säure-Basen-Haushalts ist eine Basis-Therapie. Unser Körper braucht Säuren und Basen. Weit verbreitete Meinungen sind, dass der Urin immer basisch sein sollte und dass wir vom Fleisch essen übersäuern. So einfach ist das nicht, ich kann das aus meiner Praxis nicht bestätigen.

Aber schauen wir ersteinmal genauer hin!

In unserem Körper laufen die vielfältigen Stoffwechselprozesse nur dann optimal ab, wenn Säuren und Basen in einer ausgewogener Menge vorliegen. Und hier liegt häufig schon der ersten Irrtum: die Basen sind nicht die Guten und die Säuren sind nicht die schlechten.

Wir brauchen beide, denn sie  sind lebenswichtig. Es kommt auf das Verhältnis an und auch auf die betreffenden Organe oder Substanzen.  Abweichungen in Richtung „Übersäuerung“ oder „Untersäuerung“ haben mitunter gravierende Folgen für uns. Neben Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, häufigen Infekten werden Stoffe werden dann nicht mehr ausreichend schnell transportiert. Auch die Wirkung von Botenstoffen (Enzyme und Hormone) kann eingeschränkt sein. Die Durchlässigkeit der Zellmembranen kann sich verändern und hat zur Folge, dass die Zellen nicht mehr ausreichend arbeiten und stoffwechseln können.

Der PH-Wert

Für Säuren und Basen gibt es auch einen Messwert: das ist der sogenannte PH-Wert.

Ein PH_Wert von 7 ist neutral, alles unter 7 liegt im sauren Bereich, alles über 7 ist basisch. Nieren und Magen müssen sauer sein, hingegen ist der PH-Wert der Gallensäure liegt bei 8,8. Das ist wenig bekannt, genau genommen ist die Gallensäure ein salziger Gallensaft.

Regulation des  Säure-Basen-Haushalts fester  Bestandteil von Behandlungskonzepten

PH-WErt_PascoeDie Anamnese gibt erste Hinweise, ob eine Dysbalance im Säure-Basen-Haushalt vorliegen kann.

Gemessen werden kann der Ph-Wert im Blut oder Urin. Da das aber keine genauen Werte sind, ist es wichtig ein Tagesprofil des Ph-Wertes vom Urin zu  machen. Das gibt einen ersten und genaueren Hinweis.

Liegt eine Über- oder Untersäuerung vor, müssen wir über Lebensweise und Ernährung sprechen. Meine Beobachtung ist, dass Stress die Regulation des Säure-Basen-Haushalts genauso aus dem Gleichgewicht bringt wie säurebildende Nahrungsmittel. Wird zum Beispiel eine Übersäuerung gestellt, werden nicht einfach Basen getrunken oder gegessen. Das wäre fatal. Wichtig ist dann, das sogenannte Puffersystem unserer Zellen zu aktivieren, so dass der Körper die Balance wieder regulieren kann.

verwendetes Foto: 794583_web_R_K_B_by_Claudia Hautumm_pixelio